Herzlich Willkommen!

Herzlich willkommen auf meiner Seelsorge-Seite. Vor fast 20 Jahren habe ich mich zu diesem Dienst entschieden, nachdem ich erkannt habe, wie wichtig es ist, im Glauben Dienst zu tun und andern zu helfen, den gnädigen und barmherzigen Gott kennenzulernen.

Inge  W.
Seelsorgerin, Webmaster, Autorin

Vergelte nicht

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12,21

Es ist manchmal garnicht so leicht, das Böse zu erkennen oder zu überwinden und Gutes zu tun.  Die Menschen richten sich meist nach ihren Begierden und fallen auf die Versuchungen herein, die Satan nutzt. Gottesferne und ein bedrückendes Lebensgefühl stellt sich ein, Selbstzweifel.

Überwinde diese bösen Gedanken und tue Gutes.  Gut im Sinne von Vergebung und Neubeginn im Vertrauen auf den HERRN und Heiland, der uns liebt und wertvoll gemacht hat.  Lass dich beschenken von Seiner Barmherzigkeit und Güte.  So kehrt neue Freude in Dein HEUTE ein.

Gebet

Vater unser,  im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib und heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung sondern erlöse uns von dem Bösen.  Amen

Aufmunterung

Herr höre meine Worte, merke auf meine Rede, vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott, denn ich will vor dir beten. Psalm 5, 2-3

(aus dem Andachtsbuch von Joh. Friedr. Starck, 17. Jahrhundert)

Unser ganzes Leben soll billig (einfach), nichts anderes sein als beten und danken, nämlich, dass wir alle Tage Gott im Gebet anrufen und seinen Segen, Hilfe, Beistand und Gnade und wenn wir solches erlangt, dass wir ihm herzlich dafür danken. Darum, gläubiger Christ, wenn du des morgens erwachest von deinem Schlaf, so hebe vor allen Dingen und zuerst deine Augen auf, gen Himmel. Denke nicht gleich an deine Geschäfte und Arbeit, laufe nicht gleich hin, etwas zu erjagen, sondern erhebe erst dein Herz zu Gott, danke IHM und empfiehl dich seinem gnädigen Schutz. Denke nicht, du versäumtest zuviel, wenn du solltest eine halbe Stunde des Morgens zum Gebet mit Lesung eines Kapitels aus der Bibel oder anderen gottseligen Schriften anwenden. Oh nein, die aufs Gebet gewendete Zeit, wird dir mit tausendfachem Segen in deiner Arbeit wieder eingebracht werden und das Gelesene wird dir den ganzen Tag ein Honigseim in deinem Munde sein. Darum, wenn du erwachest, und des Morgens gesund aufstehst, so gedenke 1) wie viele fromme Christen, welche vielleicht frömmer sind als du, haben die vergangene Nacht in Angst und Wehe, in Schmerzen und Krankheiten, in Schrecken und großer Unruhe hingebracht, du aber hast dergleichen diesesmal nicht empfunden. Gedenke, 2) wie andere in der Nacht in Unglück, Schaden, Gefahr und Trübsal geraten sind, dir aber fehlet nichts und dafür dank Gott. Bitte 3) auch Gott mit dem anbrechenden Tage, er wolle dich den Tag über in seiner Gnade erhalten, dass du an dem selben dich gegen ihn oder den Nächsten nicht versündigen mögest. Bitte Gott, 4) er wolle den Tag über dich begleiten, bewahren und in deinen Geschäften und Berufswegen segnen. Ja 5) übergib dich Gott also, dass du den ganzen Tag in seiner Liebe stehen, von ihm reden, an ihn gedenken, und ihn mit Wissen und Willen nicht beleidigen mögest, und alsdann zweifle nicht, dass der HERR dein Seufzen und Gebet in Gnaden erhören, und den Tag über dir, dasjenige geben und verleihen wird, was dir an Leib und Seele nützlich und selig sein wird.

 

Alter Liedtext um 1700

Melodie aus dem Gesangbuch Meiningen 1693 „Oh Gott du frommer Gott“

  1. Liedtext aus dem Andachtsbuch „Hand-Buch in guten und schlechten Tagen“ von Johann Friedrich Starck Seite 25

    1) Wie lieblich ist dein Wort,
    Es bringet lauter Freude,
    Es ist mein größter Trost
    und meiner Seelen Weide;
    Es ist mein größter Schatz,
    den ich auf Erden hab,
    der mich erquicken soll,
    bis man mich legt ins Grab.

    2) Es ist dein Wort mein Licht,
    das mir den Weg recht zeiget;
    und mich bestraft, wann sich
    mein Fuß zum Irrweg neiget;
    Ich glaub nach diesem Wort,
    und leb nach diesem Wort,
    so bringt mich dieses Licht
    auch an den Freudenort.

    3) Es ist mein Honigseim,
    damit ich mich erlabe,
    wenn ich viel Bitterkeit
    in meinem Herzen trage;
    wie süß ist meiner Seel,
    wenn sie in Trübsal steckt,
    wenn ihr des Trostes Quell,
    im Wort wird aufgedeckt.

    4) Es ist dein Wort mein Schatz,
    groß über alle Schätze,
    daran ich mich allein
    in Not und Tod ergötze;
    den Schatz raubt mir kein Feind
    und keiner Feinde List,
    weil er garwohl verwahrt
    in meinem Herzen ist.

    5) Pflegt Gold und Silber gleich,
    ein Eitler zu erwählen,
    viel lieber ist dein Wort,
    der gottgelassnen Seelen;
    Wenn man dein Wort un Gold
    ihr stellet vors Gesicht,
    so greift sie nach dem Wort,
    und acht`t des Goldes nicht.

    6) Ratsleute suchen die,
    die da im Zweifel stehen;
    die selben sind dein Wort,
    dahin pfleg ich zu gehn;
    Frag ich: Was tu ich jetzt,
    geht´s übel oder wohl?
    So zeiget mir dein Wort,
    was ich erwählen soll.

    7) Nach diesem Lebenswort,
    will ich einher nun gehen;
    es soll mein Leitstern sein,
    sieh, danach will ich sehen,
    wozu es mich anweist,
    dass tu ich ungescheut,
    und meid mit allem Fleiß,
    das was es mir verbeut.

    8) Ach nimm doch nicht hinweg,
    das Wort von meinem Munde,
    ach, lass es meinen Trost,
    sein bis zur Todesstunde.
    Wann sich mein Mund zuschleußt,
    nimmt keine Speiß mehr ein,
    so lass dein liebes Wort,
    dein Seelenspeise sein.

    9) So hab ich Unterricht,
    dieweil ich werde leben,
    ich hab auch Trost,
    wenn ich soll meinen Geist aufgeben,
    und was dein Wort verspricht,
    in dieser Gnadenzeit,
    sieh, das erlang ich dort,
    in jener Herrlichkeit.

Geht ja schon gut los

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Psalm 22,2

Da Christus selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.
Hebräer 2,18

Ein Tag, der ohne Gebet begonnen hat …
Du stehst auf und hörst, wie die Mülltonnen geleert werden. Zuerst vernimmst du nur ein Rumpeln, das dich an etwas erinnert und dann schießt es dir durch den Kopf. Wir haben vergessen sie rauszustellen. Hektik: „Vielleicht erwischen wir den Müllwagen noch“, rufe ich. Wer sich angesprochen fühlt, ist mein Mann. Er rennt mit dem Ding los und kommt damit auch wieder zurück. Schnell ins Auto mit der Tonne und an eine andere Straße gestellt.

Pustekuchen: „Die Batterie ist leer, was habt ihr mit dem Auto gemacht?“. „Oh, da haben wir nicht aufgepasst,“ erinnere ich mich. Gestern ging ich nach dem Einkauf direkt ins Haus, denn unser Sohn, der gerade in Urlaub bei uns ist, hat mir die Lebensmittel ins Haus getragen. Ich bin dann nicht mehr raus. Er dachte sich auch nichts dabei als er die Ladeklappe schloss. Die Sonne schien hell und er bemerkte nicht, dass ein Licht brennt. Kein Problem, dachte ich, das Auto wird überbrückt und alles läuft wieder. (ein kurzes Stoßgebet war schon getan)
Die Tonne ist jetzt  weg und es ging weiter mit kleineren Misserfolgen. Das selbstgemachte Brot löste sich  beim Backen von der Rinde. Jetzt gibt es eben den Inhalt für die Hühner, was solls und die Kruste ist wunderbar und schmackhaft geworden und ergibt noch gut eine Mahlzeit für alle.

Hätte ich diese Andacht vor dem ganzen Trara schreiben können? Nein! Die Erkenntnis daraus ist, dass selbst in unseren Schwachheiten der HERR neue Möglichkeiten schafft und das Los doch leicht zu tragen ist, so wir IHN bitten.

Gebet

Himmlischer Vater ich will Dir danken, dass  Du auch in unseren Schwächen hilfst und gerade hier deine Liebe zeigst. Segne unseren weiteren Tag und schenke Gelingen. Amen